Achtung, Sturzgefahr!

In Schulen, Mehrzweckhallen und anderen öffentlichen Gebäuden gehen täglich zahlreiche Menschen ein und aus. Dabei lauern viele Unfall-Gefahren – vor allem im Boden- und Treppenbereich. Erkennen Sie gefährliche Situationen und erhöhen Sie die Sicherheit in „Ihren“ Gebäuden!

 Zuerst ein Blick in die Statistik: Bei Unfällen im privaten Bereich ist fast jeder zweite Sturz auf die Art des Bodenbelags oder das falsche Schuhwerk zurückzuführen. Im gewerblichen Bereich ist bei jedem vierten Sturzunfall die Bodenbeschaffung ausschlaggebend. Als Hausmeister können Sie Unfallgefahren im Voraus erkennen und idealerweise beseitigen, bevor etwas passiert – wenn Sie mit offenen Augen durchs Gebäude gehen.

 

Die folgenden Beispiele zeigen, worauf Sie dabei achten sollten:

Keine Gegenstände – auch nicht kurzfristig – in den Gehflächen und auf Treppen abstellen! Ansonsten können sich folgende Situationen ergeben:

  • Pausenbeginn: Kinder rennen durch den Flur. Ein Kind wird bei diesem Wettrennen gegen eine abgestellte Kiste abgedrängt und schwer verletzt.
  • Der Hausmeister hat eine Schachtel voller Deko-Kugeln für den Christbaumschmuck kurzfristig auf eine Treppenstufe gestellt. In einem Moment der Unachtsamkeit übersieht er selbst dieses Hindernis und stürzt.
  • Am Rand des Flurs liegt das Stromkabel eines Handwerkers. Eine gehbehinderte Person bemerkt dieses Kabel nicht. Das Kabel verfängt sich in ihrer Gehilfe, die gehbehinderte Person stürzt.

 

MBodenrisse 374 x 226 Pixel Rechteckangelnde Boden-Qualität und Unebenheiten sofort beseitigen! Damit beugen Sie folgenden Unfallgefahren vor:

  • Im Lagerraum einer Mehrzweckhalle werden Tischtransportwagen gelagert. Durch die Gewichtsbelastung haben die Rollen der Wagen Rillen im Bodenbelag hinterlassen. Beim Aufräumen nach einer Veranstaltung möchte ein Helfer einen vollbeladenen Tischtransportwagen im Raum abstellen. Durch die Bodenrillen stolpert der rückwärtsgehende Wagenlenker, und der beladene Stapelwagen stoppt schlagartig. Dabei stürzen Tische vom Stapelwagen und verletzen den gestürzten Helfer.
  • Längere Zeit nicht ausgetauschte Fußmatten im Eingangsbereich einer Schule weisen leichte Wölbungen an den Rändern auf. Ein darüber rennendes Kind stolpert, stürzt die nicht weit entfernte Eingangstreppe hinunter und verletzt sich dabei erheblich.
  • Der Steinplattenbelag vor dem Rathaus weist einen geringen Absatz auf. Eine Person stolpert darüber und stürzt.

Sichtbehinderungen sowie mangelnde Sicht oder mangelnde Kennzeichnungen beseitigen. Damit können Sie folgende Gefahrensituationen vermeiden:

  • Ein kleiner Absatz im Flurbereich ist durch einen Antirutsch- und Sichtstreifen gesichert. Durch Abnutzungserscheinungen und Reinigungsarbeiten etc. ist deren Wirkung verblasst. Beim abendlichen Elternsprechtag rutscht eine Person aus und stürzt. Sie prallt mit dem Kopf gegen einen Heizkörper.
  • In der Pause sitzen Kinder auf einer Treppe. Ein Postbote, der ein Paket abgeholt hat, wird von der Sonne geblendet und hat zudem durch das Tragen des Paketes ein eingeschränktes Sichtfeld. Auf der Treppe tritt er auf die Beine eines Kindes. Der Postbote stürzt, zwei Kinder und der Mann werden schwer verletzt.
  • Im Geräteraum einer Sporthalle wird die Deckenbeleuchtung durch gestapelte Tische und Stühle teilweise beeinträchtigt. Der Fußbodenbereich ist schattig und nur teilweise ausgeleuchtet. Ein Sportlehrer, der Sportgeräte holen möchte, stürzt über eine Deichsel eines Transportwagens und schlägt mit dem Gesicht gegen das Torgestänge. Kieferbruch und Zahnverluste sind die Folgen.

Schild Rutschgefahr 265 Pixel hochAchtung beim Einsatz von Reinigungsmitteln! Kleine Nachlässigkeiten können böse Folgen haben:

  • Der Flur des Rathauses wird schon seit Jahren nach derselben Methode gereinigt. Nie wurde ein Rutschunfall oder ähnliches registriert und jetzt das: Beim Befüllen der Reinigungsmaschine sind vermutlich einige Spritzer Reinigungsmittel auf dem Steinboden vor dem Aufzug liegengeblieben. Nach der Gemeinderatsitzung rutscht ein Ratsmitglied auf diesen Spritzern aus und bricht sich das Hüftbein.
  • In einem Schwimmbad wurde nur für kurze Zeit eine Flasche salzsäurehaltiges Reinigungsmittel auf dem Fußboden abgestellt. Ein vorbeilaufendes Kind schlägt (mutwillig) mit dem Fuß kräftig gegen die Flasche. Diese flog mehrere Meter durch die Luft, und durch Spritzer der säurehaltigen Flüssigkeit werden mehrere Personen leicht verletzt.
  • Entlang eines Fußweges werden mit einer Heckenschere in den Fußweg überhängende Äste geschnitten. Mal links, mal rechts des Weges. Dabei kreuzt das Kabel zwangsweise den Fußweg. Ein vorbeikommender Fußgänger achtet mehr auf den Arbeiter als auf den Fußweg und kommt durch das über dem Fußweg liegende Kabel zum Stolpern.

Kontrollieren Sie die Barfußbereiche! Dort können sich die Besucher Schnittwunden und andere Verletzungen zuziehen

  • Ein Türstopper in einem Hallenbad wird einem Badegast zum Verhängnis. Barfüßig stößt er mit den Zehen gegen den Stopper und bricht sich eine Zehe.
  • In einem Umkleideraum verursacht ein Riss in einer Fliese Schnittwunden an den Füßen der Besucher. Erst als sich die Schnittwunde einer Person zu einer eiternden Verletzung und Erkrankung ausweitet, wird der Vorfall zum Gespräch und aktenkundig. Es melden sich mehrere Personen, die in der Vergangenheit bereits leichtere Schnittverletzungen erlitten haben.
  • Wegen Baumängel in einem Duschraum fließt das Duschwasser nicht wie vorgeschrieben im gesamten Duschraum zügig ab. Beim Betreten des Duschraumes rutscht eine Person aus und fällt auf den Hinterkopf. Die Folgen sind unter anderem eine dreimonatige Arbeitsunfähigkeit.    

 

 

Artikel empfehlen

Anzeigen

Suche

Terminkalender

Anzeigen