Arbeiten als Hausmeister (7): Unermüdlich dran bleiben

Bei Schulen war früher die Anzahl an Klassenräumen ein wichtiges Kriterium für Personalbedarf und Personalbesoldung. Heute ist es die Aufgabenvielfalt.

Technisch spielt eine große Schule mit mehr als 500 Schülern in einer ganz eigenen Liga: Sicherheits-Mechanismen wie Alarmierung, Rauchabzug im Brandfalle, Notfallbeleuchtung, Notfall- und Fluchtwege-Beschilderungen, Lüftung und Raumklima müssen automatisiert ablaufen. Für den Hausmeister bedeutet das: Unermüdlich dran bleiben!

Was in kleineren Schulen noch durch persönliches Handling machbar ist, muss in Großanlagen automatisiert, sensor- und technikgesteuert an- und ablaufen. Die Vielfalt an Technikbausteinen bedeutet für den Hausmeister einen Vollzeit-Job, bei dem viel Wissen gefragt ist. Dies muss auch im Vertretungsfall sichergestellt sein. Dabei sollte man stets bedenken: Technik-Kettenreaktionen sind schneller, sensibler und umfassender als der menschliche Handlungsablauf. Das gilt vor allem bei Notsituationen und bei Fehlalarmierungen.

Der Profi trainiert unermüdlich  

Hand aufs Herz: Kennen Sie alle Funktionen an Ihrem eigenen Auto, das Sie (fast) täglich benutzen, starten, steuern? Vom Hausmeister wird erwartet, dass er alle Gebäude-Technik-Funktionen meisterlich beherrscht und bedient. Das geht nur mit einer Top-Ablage, was Bedienungsanleitungen, Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften für alle Einsatzstoffe, Geräte, Gebäudetechniken und Außenanlagen angeht. Und diese Unterlagen müssen regelmäßig durchgesehen werden. Warum haben Profis Training? Weil Abläufe und Grenzsituationen immer besser bewältigt werden können, wenn diese geübt wurden. Von der Reaktionsfähigkeit des Hausmeisters könnte die Gesundheit von Person und im Extremfalle sogar Leben von Kindern und Erwachsenen abhängig sein.

Welche Aufgaben sind an Spezialdienste vergeben?

Das kommt auf die Anlage und die Qualifikation des Hausmeisters an Welche Spezialdienste an Dritte vergeben werden, ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Wichtig ist: Der Hausmeister muss wissen, wer was erledigt! Sie sollten auf Nachfrage für ihre Gebäude aus dem Stand beantworten können, wer die folgenden Dienste übernimmt:

  • Versorgung mit Wasser, Wassermesserablesen und -austauschen
  • Abfallentsorgung, Hausmüll, Problemmüll, Altpapier, Grünschnitt, Sonderabfall
  • Außenreinigung, Gehwege, Treppen, Pausenhof, Parkplätze, Ablaufschächte
  • Schneeräum- und Streudienste
  • Pflege und Unterhaltung der Außenanlagen, Grünbereiche, Abfallbehälter
  • Betrieb von Kontrolleinrichtungen, Zutrittssysteme, Kamera, Durchsageeinrichtung, Signalgeber, Notbeleuchtung, Aufzüge, Blitzschutzeinrichtungen
  • Schlüsselverwaltung
  • Inventar- und Fahrnisverzeichnis, Unterhaltung von Kopierer u. a. Geräte
  • Wärme und Klima – Einkauf, Wartung, Überwachung, Steuerung, Belege und Auswertung
  • Strom- und Gasversorgung, Zähler- und Zwischenzähler, Verbrauchswerte-Überwachung, Energiemanagement, Beleuchtungssteuerung
  • Gebäudereinigung, Glas- und Fensterreinigung, Sonder- und Jahresreinigung, Textilreinigung
  • Schornstein-Reinigung, Emissionsmessungen
  • Postannahme, Postausgabe
  • zentrale Besuchersteuerungen, Wartebereich für Fremde
  • Monats- und Jahresberichte, Beschaffungsfragen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Garantieüberwachungen, Ausleihungen, Wartungsverträge, Etatanfragen
  • Dienstweg

 

Lesen Sie demnächst :  
Die Neu-Organisation der Hausmeister-Dienste

 

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